KI für Unternehmer:

Von der Idee zum funktionierenden Prototyp

KI ist längst mehr als ein Buzzword. Trotzdem stellt sich in vielen Unternehmen noch immer dieselbe Frage: Wo starten wir konkret?

 

Genau darum ging es im Academy Workshop der Swiss at Work AG. Gemeinsam mit Unternehmerinnen, Unternehmern und Führungskräften arbeiteten wir daran, aus ersten Ideen konkrete KI-Prototypen entstehen zu lassen. Nicht theoretisch - sondern pragmatisch, kollaborativ und direkt an echten Herausforderungen aus dem Unternehmensalltag.

 

Vom Buzzword zum konkreten Use Case

Den Einstieg in den Workshop machte Chris Bochsler mit einer praxisnahen Einführung in die aktuelle Entwicklung rund um künstliche Intelligenz. Dabei ging es bewusst nicht nur um technologische Trends, sondern vor allem um konkrete Fragestellungen aus dem Unternehmensalltag und wie Unternehmen zu sinnvollen KI-Use-Cases gelangen. Anhand realer Beispiele wurde aufgezeigt, wie Unternehmen KI bereits heute konkret einsetzen.

 

Von Herausforderungen zu konkreten Ideen

Die Teilnehmenden arbeiteten mit einer strukturierten Methode, um Herausforderungen aus ihrem eigenen Unternehmensalltag greifbar zu machen. Die Ideen wurden direkt auf Papier skizziert - schnell, pragmatisch und bewusst einfach gehalten. Denn gute KI-Lösungen beginnen selten mit Technologie, sondern fast immer mit einem klar verstandenen Problem und einer Lösungsidee.

post-it-workshop

Wenn Ideen plötzlich greifbar werden

Danach ging es direkt in die Umsetzung. Im Fokus stand dabei ein Ansatz, der aktuell enorm an Relevanz gewinnt: selbst bauen mit Unterstützung von KI. Die Teilnehmenden arbeiteten direkt mit KI-gestützten App- und Prototyping-Tools, um aus ihren Ideen erste funktionierende Anwendungen zu erstellen. Nicht Perfektion stand im Fokus, sondern Geschwindigkeit, Lernen und greifbare Resultate. Innerhalb von nur 1.5 Stunden entstanden erste lauffähige Prototypen, welche:

 

  • erste Abläufe simulierten
  • Eingaben verarbeiteten
  • Informationen analysierten
  • Antworten generierten
  • konkrete Interaktionen ermöglichten

 

Dadurch wurden aus Ideen plötzlich greifbare Anwendungen. Gerade dieser Schritt ist für viele Unternehmen entscheidend. Denn oft entstehen die wichtigsten Erkenntnisse nicht in langen Konzeptphasen, sondern erst dann, wenn eine Idee ausprobiert, getestet und gezeigt werden kann.

Unter anderem sind dabei folgende Prototypen entstanden:

  • Interaktiver Bad-Konfigurator zur strukturierten Bedürfnisanalyse und Leadgenerierung für Sanitär- und Renovationsprojekte
  • Digitale Verwaltungsplattform für Zeiterfassung, Ferienmanagement und administrative Prozesse mit zentraler Übersicht über Arbeitszeiten, Absenzen und Aufträge
  • Webbasierte Aufnahmeplattform für Renovations- und Bodenleger Projekte inklusive Raumdokumentation, Schadenerfassung und Projektvorbereitung vor Ort
  • Plattform zur Planung und Verwaltung von Workshops inklusive Teilnehmermanagement, Aufgabenverwaltung und administrativen Abläufen rund um Academy- und Weiterbildungsformate
Über KI und ihre Umsetzungsmöglichkeiten hört und liest man ja viel, aber dieser Workshop war für mich sehr spannend und nützlich. Es wurde nicht nur Theorie vermittelt, sondern auch in die Praxis umgesetzt – genau so soll es sein! Und es hat auch Spass gemacht. Das kann ich nur wärmstens weiterempfehlen, absolut spitze und höchst professionell.
Peter Fussen
Schoch Werkhaus

Unser Fazit

KI wird in den kommenden Jahren zahlreiche Prozesse und Geschäftsmodelle verändern. Für viele Unternehmen stellt sich dabei nicht mehr die Frage, ob KI relevant wird, sondern wie der Einstieg sinnvoll gelingt. Unsere Erfahrung zeigt immer wieder, der Einstieg gelingt am besten mit:

 

  • einem konkreten Problem
  • einem kleinen Team mit ersten Lösungsideen
  • und dem Mut, erste Prototypen einfach auszuprobieren und zu testen
Sonja Harnischberg
Sonja Harnischberg
Co-Creation Consultant