Rafael Perez wird Managing Partner bei Cando

Mit Rafael Perez ist die Digital Agentur Cando nicht nur um einen Managing Partner reicher geworden: Ab sofort wird zusammen mit den beiden Cando-Gründern Chris und Luzius Bochsler die erfolgreiche Agentur weiter vergrössert. Weshalb er das will und wer hinter dem neuen Managing Partner von Cando steckt, erfahren Sie im Interview.

Wer bist du, wenn du nicht arbeitest?
Rafael Perez: Ich bin Vater von drei Kindern im Alter von vier, acht und zehn Jahren. Wenn ich nicht mit den Kids unterwegs bin, engagiere ich mich kulturell im Vorstand eines Ausstellungs-Hauses oder stehe als ambitionierter Koch am Herd. Das mit sehr hohen eigenen Ansprüchen, die bis zu den Kochkünsten von Michelin-Sterneköche reichen. Beim Kochen kenne ich wirklich keine Grenzen (lacht). Wenn ich nicht in Zürich bin, findet man mich mit meiner Familie in unserer Flimser-Ferienwohnung. Dort gehe ich im Herbst auch auf Bündner Hochjagd. Zudem spreche ich trotz meiner mathematischen Ausbildung – man sagt immer Mathematiker seien monothematisch unterwegs und können nicht gut mit Sprachen umgehen – sechs Sprachen, unter anderem rätoromanisch. Vermutlich bin ich einfach ein schlechter Mathematiker.

 

Also der Weg von einem Mathematikstudent zu einem «New Business» Mensch scheint ein weiter Weg zu sein, wie sieht der  aus?
Rafael Perez: Die digitale Welt interessiert mich seit ich ein kleiner Junge war. Mit 14 Jahren habe ich mir mit meinem hart ersparten Taschengeld einen ATARI 520 ST gekauft. Im Gegensatz zu meinen Freunden habe ich aber nie gezockt, sondern direkt damit angefangen zu programmieren. Das hat mich meine ganze Studienzeit begleitet. Als Mathestudent arbeitete ich nebenbei bei der damaligen Internetaccess, dem erste grossen Internetprovider der Schweiz. Und nach meinem Studium bei futureLAB als Systemadministrator. Da futureLAB keinen Projektleiter hatte, übernahm ich auch diese Rolle. Das gefiel mir so gut, dass ich schnell in der Gegend herum getingelt bin und neue Kunden gewonnen habe. Denn eigentlich schätze ich den Kontakt zu Menschen vielmehr, als das Arbeiten im stillen Kämmerchen. Stolze neun Jahre war ich bei futureLAB tätig, wo ich schliesslich auch zum Mitglied der Geschäftsleitung wurde. Doch dann kam die Zeit für etwas Neues.

 

Für Cando?
Rafael Perez: Noch nicht ganz. Zuerst einmal musste ich Chris Bochsler kennenlernen. Und das geschah vor gefühlten 20 Jahren an der Photokina in Köln. Wir verstanden uns auf Anhieb so gut, dass ich ihn überzeugen konnte, bei futureLAB zu arbeiten.

 

Und wie ging die Geschichte weiter?
Rafael Perez: Nach einer grossartigen Zeit bei futureLAB haben sich die Wege von Chris und mir getrennt: Chris hat Cando aufgebaut und ich bei Netcetera als Leiter der Business Unit «New Markets» angefangen. So sind sieben Jahre verstrichen, in denen wir beide immer wieder in engem Kontakt waren. Irgendwann hat mich Chris angerufen und gefragt, ob ich ihm nicht beim weiteren Ausbau von Cando helfen möchte.

 

Und du hast JA gesagt. Warum?
Rafael Perez: Weil ich über Jahre hinweg beobachten konnte, was für tolle Projekte mit grossen Kunden Cando an Land zog und umsetze. Und weil ich bei Cando die Chance erhalten habe, die Agentur weiter zu vergrössern. Und das ist im Grunde, was mich interessiert: Unternehmen sinnvoll und nachhaltig wachsen zu lassen. Zudem ist Cando im Moment noch ziemlich unbekannt in der Branche. Obwohl das Team aus Experten aus Entwicklung, Design und Marketing besteht. Hier schlummert also viel Potenzial, das ich nun entfalten darf und möchte.

 

Cando will wachsen, warum?
Rafael Perez: Wir wollen nicht wachsen um des Wachstums willen. Wir wachsen insbesondere, weil der Markt, den wir bedienen von selber wächst. Unsere Herausforderung ist dabei, die «Wachstumsschmerzen» zu lindern, die entstehen, wenn die «Knochen» (Kunden) und die «Muskeln» (Kapazität) nicht gleich schnell wachsen. Wir versuchen ja, unsere Kapazität der steigenden Nachfrage auszubauen.

 

Wo siehst du Cando in 10 Jahren?
Rafael Perez: Ich sehe uns alle Campari trinkend auf einer Jacht sitzen (lacht). Nein selbstverständlich nicht. Es ist schwer zu sagen, wo ich Cando in 10 Jahren sehe. Gerade, weil sich die Bedürfnisse der Gesellschaft und somit auch die des Marktes so schnell verändern – und daran orientieren wir uns letztendlich ja. Also um auf die Frage zurückzukommen: Ich sehe Cando in 10 Jahren immer noch als Digital Agentur mit dem Anspruch, neuartige Kundenerlebnisse zu entwickeln – und zwar zusammen mit einem so tollen Team, wie wir es heute haben. Nur grösser. Und ich wünsche mir, dass wir irgendwann zurückblicken können und sagen: Wir sind stolz darauf, was wir gemeistert haben.

niki
Nicole Zaugg
UX Consultant