User Experience Design und Frontend Entwicklung

«E-Periodica» ist die Plattform der ETH–Bibliothek für digitalisierte Schweizer Zeitschriften. Die ältesten Bestände auf E-Periodica datieren vom Anfang des 18. Jahrhunderts. Die Plattform bietet Zugriff auf über 400 Schweizer Zeitschriften aus den Bereichen Wissenschaft und Kultur. Alle Zeitschriften sind frei zugänglich.

Der neue Auftritt stellt die Bilderwelten der Zeitschriften, das Benutzerlebnis und die Barrierefreiheit ins Zentrum. Er ist optimiert für das Lesen mit unterschiedlichen Endgeräten inkl. Touch–Bedienung. Durch die konsequente Barrierefreiheit können sich auch Nutzer mit Beeinträchtigungen die jeweiligen Texte aus den Bildern vorlesen lassen.

Eine leistungsfähige Suchfunktion ermöglicht das schnelle Auffinden von Texten an beliebigen Orten innerhalb der Zeitschriften (auch für Zeitschriften mit Frakturschrift). Suchresultate werden in einer neuartigen „Split–View“–Ansicht direkt als Bild mit hervorgehobenen Suchworten dargestellt. Damit wird eine effiziente und zielgerichtete Recherche ermöglicht.

In einer stufenlos vergrösserbaren Zeitschriften-Ansicht können Bilddetails bis auf das Druckraster untersucht werden. Zudem stehen die Zeitschriftenartikel als PDF–Dokument zur Verfügung und können direkt über die gängigen Social Media–Dienste geteilt werden.

Kernfunktionen

Startseite mit Visualisierung der Zeitschriften

„Hier geht es um Zeitschriften“: Der Einstieg geschieht über die bildhafte Übersicht der verfügbaren Zeitschriften. Es werden automatisch immer die jeweils neuesten Covers dargestellt. Durch die bildhafte Darstellung kann sich eine breitere Öffentlichkeit spielerisch mit wissenschaftlichem Material auseinandersetzen.

  • Kombiniertes Suchen und Filtern. Das Suchfeld ist zugleich Filter der Zeitschriftentitel, welche sich in Echtzeit mit jedem Buchstaben anpassen – quasi Zeitschriften–Miniaturen „as you type“.
  • Optimale Ladevorgänge: Es werden nur die dargestellten Bilder nach Bedarf und Auflösung geladen. Zudem wurde die Ladezeit und Darstellung der Startseite für die unterschiedlichen Geräte optimiert.
  • Responsive Design: Volle Unterstützung von Smartphones, Tablets (hoch und quer), Desktop bis hin zu extra breiten Bildschirmen bei denen bis zu 12 Spalten nebeneinander dargestellt werden.
  • Listenansicht: Alternativer (textueller) Zugang für spezifische Zielgruppen (Wissenschafter, Rechereche) inkl. erweiterte Suchmöglichkeiten.

«Split–View» – Seitenansicht und Navigation auf einen Blick

Synchronisierte Split–View: Blättern und Übersicht in einem. Der Benutzer sieht immer wo er ist. Zudem nützt die Split-View den Platz von gängigen Widescreen Monitoren ideal aus und spart dem Benutzer einen Interaktionsschritt (Detail sofort sichtbar).

  • Strukturierte Inhaltsübersicht der Bände (redaktionell aufbereitet) sowohl als Text Inhaltsverzeichnis wie auch als bildhafte Übersicht mit Bildminiaturen
  • Responsive Verhalten bei Drehung: Dynamisches Verhalten mit Hochformat ohne Split–View, Querformat mit Split–View
  • Einfaches Sharing von Artikeln und Bildern nach Twitter, Facebook, Google+ und Pinterest.
  • Direkter Download als hochauflösendes PDF (inkl. kopierbarem Volltext)

Volltextsuche mit Keyword-Highlighting innerhalb von Millionen gescannter Seiten

Leistungsfähige, sehr schnelle Volltextsuche welche in Sekundenbruchteilen Millionen von Seiten durchsucht. Kennzeichnung der gefundenen Suchwörter direkt in der Vorschau der Detailseite.

  • Kennzeichnung der gefundenen Suchwörter als Textvorschau über alle Seiten einer Zeitschrift, gruppiert nach Zeitschriften.
  • Facetten (Filter) zur weiteren Einschränkung der Suchresultate nach Autoren, Zeiträumen, Herausgebern, Dokumenttypen und Sammlungen.
  • Erweiterte Suche mit zusätzlichen Optionen zur Verfeinerung, z.B. exakt oder rechtstunkiert (Wortstamm).

Projektmethodik und Vorgehen

Gleich zu Beginn des Projektes wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Projektteam der ETH-Bibliothek die Bedürfnisse der Zielgruppen erfasst. In mehreren Workshops entstanden erste Prototypen auf Papier, welche dann direkt vor Ort in einer Prototyp–App für die verschiedenen Endgeräte, wie Smartphones und Tablets, aufbereitet wurden. Somit konnte schon sehr früh ein Eindruck der verschiedenen Lösungsansätze im realen Umfeld gewonnen werden.

Die technische Umsetzung erfolgte in einem agilen Prozess über verschiedene Iterationen. Dabei galt es, alle Stakeholder der ETH-Bibliothek, von den Backend-Entwickler bis zum Management, abzuholen und Rückmeldungen der Zielgruppen einfliessen zu lassen. Zur Zeit erfolgt der letzte Feinschliff mit Fokus auf User Experience, Interaktionen und Accessibility. Unter anderem ist geplant, die neue Lösung direkt von sehbehinderten Benutzern testen zu lassen, um zu verifizieren, ob sich die Navigation und das Vorlesen der Texte in der Praxis bewährt.

Mit dem neuen Auftritt der elektronischen Zeitschriftenplattform „E-Periodica“ bieten wir Wissenschaftlern, Studierenden und der interessierten Öffentlichkeit einen zeitgemässen Zugang zu einer riesigen Auswahl digitalisierter Zeitschriften, die bis in das 18. Jahrhundert zurückreichen.

Rafael Ball, Direktor ETH-Bibliothek

Technologie

«E-Periodica» basiert auf dem bestehenden Backend welches für retro.seals.ch vom Hersteller "Satzrechenzentrum Berlin SRZ" realisiert wurde (http://www.srz.de/). Das komplette Redesign des Frontend inkl. Anpassungen der Java Applikation wurde durch Cando entwickelt. Zudem
kommt die Open Source Technologie OpenSeaDragon zum Einsatz.

Nominiert für den «Best of Swiss Web» Master Award 2016

«E-Periodica - digitalisierte Schweizer Zeitschriften» wurde für den „Best of Swiss Web“ Award als „Master Kandidat“ nominiert und somit unter den Top 11 Projekten aus über 355 eingereichten Projekten. Der „Best of Swiss Web Award“ ist quasi der Oskar der Schweizer Internetbranche.

In der ETH-Bibliothek E-Periodica finden Interessierte digitalisierte Zeitschriften – dies via raffinierter und umfassender Volltextsuchlösung. Die Plattform ist ein höchst relevantes Arbeitsinstrument, bei dem etwa PDF-Seiten kopierbar sind. Die vielen durchdachten Details unterstützen einereits die zielorientierte wissenschaftliche Arbeit und laden andererseits zum Browsen ein.

Juryurteil von «Best of Swiss Web 2016»

Mehr dazu finden Sie hier:
Die Masterkandidaten von Best of Swiss Web stehen fest (Netzwoche)

E-Periodica Projekt: Master-Kandidat:
ETH-Bibliothek mit E-Periodica

Mehr Informationen zum Projekt

ETH Zürich
Frau Janine Dadier
ETH-Bibliothek
Rämistrasse 101
8092 Zürich
Tel. +41 44 632 36 28

Cando Image GmbH
Hr. Kai Jauslin
Head of Interaction Design
Telefon +41 (0)52 214 01 90
E-Mail info (at) cando-image.com

Nominiert für den "Best of Swiss Web" Master Award 2016

 

Stichworte in Kürze

  • Beratung und Konzepte
  • User Experience Design
  • Technische Umsetzung
  • Frontend für digitalisierte Zeitschriften
  • Responsive Design mit 5 Breakpoints für Smartphone, Tablets (hoch und breit), Desktop, Wide-Screen
  • Hochperformante Suche über Millionen von gescannten Seiten
  • Accessability und Texterkennung (OCR)
  • 400 Zeitschriften Titel
  • 4.6 Mio. digitalisierte Seiten
  • Bis ins 18. Jahrhundert